Helga Weihs – TRAJEKT

Helga Weihs – TRAJEKT

25. September bis 14. November 2015

Eröffnung am 24. September 2015, 19 Uhr

in Anwesenheit der Künstlerin

 

Helga Weihs, 7 Wände (Ausschnitt), 2005, Holz/Stahl

TRAJEKT nennt Helga Weihs die Ausstellung, die wie eine Klammer Werke aus unterschiedlichen Schaffensperioden und –stilen miteinander verbindet. Hohlkörper-Skulpturen stehen neben architektonischen Stapelungen, Wandarbeiten, Filmprojektion und Grafik eruieren Raum und Körper. Das Material von Helga Weihs’ abstrakten Konstruktionen ist Holz. Subtil setzt sie die unterschiedlichen Farbtöne oft fremder Holzarten ein. Der Rhythmus von Holzfarben und Einzelelementen strukturiert die Arbeiten, bildet Linien und hebt Partien hervor. Dabei respektiert Helga Weihs die haptischen Eigenarten ihres Materials und seiner Geschichte. Tiefe satte Farben werden durch wiederholtes Ölen verstärkt, samtige helle Oberflächen durch Schmirgeln erhöht und kontrastiert mit den rauen Oberflächen anderer Hölzer.

Was ist Raum und wie definiert er sich? Helga Weihs’ frühe, geleimte Arbeiten bringen ihren eigenen Raum mit sich. Sie erforschen das Verhältnis von innen und außen und definieren ihre Umgebung durch ihre organische Präsenz. Im Gegensatz dazu reagieren spätere Arbeiten auf die vorhandene Architektur. Sie nehmen den Rhythmus der Wände auf, umformen Winkel und reagieren auf Raumhöhe und –länge. Vorgegeben ist die Anzahl ihrer Elemente, der Einheiten, die durch Form, Farbe, Länge und Wiederholung den Charakter der Skulpturen bestimmen. Doch in welche Richtung diese sich entfalten, ob sie sich Länge, Höhe oder Breite entwickeln, kann je nach Raumvorgabe sehr unterschiedlich sein.

Wann ist ein Werk eigenständig? TRAJEKT ist auch die Geschichte eines „coming of age“: Für Helga Weihs bedeutet es den Transit vom Subjektiven zum Objektiven und die Loslösung des voreingenommenen Seins von der Arbeit. TRAJEKT vermittelt zwischen den Polen des Abstrakten und Konkreten in den Arbeiten von Helga Weihs und führt sie zusammen.

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