IN BETWEEN

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung

IN BETWEEN

mit

Amer Al Akel, Hiba Alansari, Fadi Al Hamwi & Razan Sabbagh

kuratiert von Khaled Barakeh

Eröffnung 15. November 2018, 21 Uhr – geöffnet ab 20 Uhr

Laufzeit: 16. November 2018 bis 12. Januar 2019

 

Die Ausstellung IN BETWEEN bringt vier syrische Künstler zusammen, die heute im Exil in verschiedenen Orten Deutschlands leben. Sie arbeiten in verschiedenen Medien, beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen, aber eines verbindet sie: die Erfahrung des Dazwischen-Seins.

Zwischen zwei Staaten zu sein, verursacht eine ständige Spannung. Im Exil zu leben, verursacht einen konstanten Zustand eines Dazwischens. Ich musste aufbrechen; ich muss zurückkehren. Ich muss meine Wurzeln bewahren; ich muss mich anpassen. Kann ein Zuhause allein in Erinnerungen und Bildern existieren oder muss in ihm gelebt werden? Im Zuge der Geschichte – wie oft verließen Menschen ihr Zuhause und wie oft muss sich das wiederholen? Wie kann Exil zu Versöhnung und neuen Arten transkultureller Integration führen?
/Khaled Barakeh/

IN BETWEEN ist die Materialisierung von Khaled Barakehs Projekt „Syria Cultural Index“, das den Bedürfnissen des syrischen Kultursektors dienen soll; eine gemeinsame Basis für die künstlerische Gemeinschaft, um virtuell zusammenzukommen in einem Raum, der in der Realität durch Krieg und Exil verloren ging. Am 15. November kommt ein kleiner Ausschnitt dieser kulturellen Initiative in einer Ausstellung in der galerie postel zusammen, um einen Einblick in die reiche syrische Kunstszene zu ermöglichen, die heute in Deutschland blüht.

Mitwirkende

Amer al Akel

Amer al Akel reflektiert in seinen konzeptuellen Arbeiten über politische Konstruktionen und gesellschaftliche, zwischenmenschliche Aktionen. Welche Ebenen spielen sich bei der Frage nach der Herkunft im Kopf des Gegenübers ab? Al Akel gibt die Frage in seiner Arbeit „I am from Syria – where are you from?“ an den Stellenden zurück und überführt sie in seiner Leuchtschrift in ein Medium, das in Werbeindustrie und Gegenwartskunst gleichermaßen gebräuchlich ist.

Hiba Alansari

Hiba Alansaris Arbeiten spiegeln das Erlebte im Krieg. Der Verlust von Sicherheit, die Zerstörung, den Tod und den Schrecken. Die Anonymität und Ästhetik des Terrors. In traditionell dem Weiblichen zugeordneten Techniken wie Stickerei oder Nähkunst fertigt sie nur vordergründig weich, farbenfroh oder schön wirkende Arbeiten, Terror erstarrt in der Ästhetik von Materialien, die sonst mit Schönheit und Komfort verbunden werden.

Fadi al Hamwi

Nach Anfängen als Maler arbeitet Fadi al Hamwi heute im Bereich der Konzeptkunst. Al Hamwi untersucht das Verhältnis zwischen unterschwelligen und tatsächlichen Äußerungen von Gewalt und Begehren sowie den Dialog zwischen Konstruktion und Dekonstruktion. Beton, Zucker, menschliches Haar – die Materialien seiner Skulpturen und Videos sind symbolisch aufgeladen. Beton lädt den Besucher ein, interaktiv die Kunst Schritt für Schritt abzutragen, und die Nahrungsbeschaffung einer Gruppe Ameisen wird zum revolutionären Akt und Sinnbild der Macht der Vielen.

Razan Sabbagh

Politisch war Razan Sabbaghs Kunst von Anfang an. Von Malerei als Performance bis zur Skulptur reichen die Medien. In der IN BETWEEN Ausstellung wird sie eine Arbeit zeigen, die eng mit der Geschichte ihrer Familie, ihrer Flucht und dem Kontext von Verlust und Erinnerung verbunden ist.

Weitere Veranstaltungen

Khaled Barakeh – „Die Blaue Stunde“ – Ausstellung im Museum für Kunst und GeLaufzeit: 16. November 2018 bis 13. Januar 2019. Ein paar Restkarten für die Eröffnung im MKG geben wir gerne auf Anfrage an Interessierte weiter.

Und bereits am 14. November findet um 18 Uhr in der HFBK ein Gespräch mit Khaled Barekeh über sein Projekt „Syria Cutlural Index“ statt.